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Was heißt Integration?


„Integration ist ein Weg mit zwei Fahrtrichtungen. Die Einwanderer müssen sich der neuen Gesellschaft anpassen, aber die Gesellschaften müssen sich ebenfalls anpassen. Das Wort ‚integrieren’ bedeutet wörtlich ‚ein ganzes bilden’. Und das ist der Imperativ für Europa heute. Die Integration der Einwanderer, die ständige Mitglieder der europäischen Gesellschaften geworden sind, ist wesentlich für ihre Produktivität und Menschenwürde. Die Botschaft ist klar: Die Einwanderer benötigen Europa, aber Europa benötigt auch Einwanderer. Ein geschlossenes Europa wäre ein ärmeres, ein schlechteres, ein schwächeres, ein älteres Europa. Ein offenes Europa wird ein gerechteres, ein stärkeres, ein reicheres und ein jüngeres Europa sein – vorausgesetzt, wir beherrschen die Einwanderung gut. [-] Einwanderer sind ein Teil der Lösung, nicht ein Teil des Problems. Sie dürfen nicht zum Sündenbock einer Vielzahl sozialer Gebrechen gemacht werden.“ (Kofi Annan, Generalsekretär der Vereinten Nationen, 29.04.2004)

„Zuerst einmal muss man sich klar machen, was man mit Integration meint. Es gibt drei Möglichkeiten: Die Assimilation, wobei Migranten ihre Kultur ablegen und in der Mehrheitskultur aufgehen. Dann gibt es Parallel-Welten, wo zwei Kulturen nebeneinander ohne Probleme aber auch ohne gegenseitigen Nutzen existieren. Beide sind nicht erstrebenswert. Die einzig wirklich integrative Variante nenne ich die „interaktive Integration“. Dabei ist die Mehrheit offen für die Eigenheiten der Anderen und nimmt diese in sich auf. Konkret hieße das: Sportvereine, die Integration wollen, müssen sich in ihren Regeln auch den Neuhinzugekommenen anpassen. Das ist sehr schwierig, deshalb bin ich der Meinung, man sollte den Sport nicht überfordern.“ (Gunter A. Pilz, Konfliktforscher, 16.09.2004)

„Zuerst einmal muss man sich klar machen, was man mit Integration meint. Es gibt drei Möglichkeiten: Die Assimilation, wobei Migranten ihre Kultur ablegen und in der Mehrheitskultur aufgehen. Dann gibt es Parallel-Welten, wo zwei Kulturen nebeneinander ohne Probleme aber auch ohne gegenseitigen Nutzen existieren. Beide sind nicht erstrebenswert. Die einzig wirklich integrative Variante nenne ich die „interaktive Integration“. Dabei ist die Mehrheit offen für die Eigenheiten der Anderen und nimmt diese in sich auf. Konkret hieße das: Sportvereine, die Integration wollen, müssen sich in ihren Regeln auch den Neuhinzugekommenen anpassen. Das ist sehr schwierig, deshalb bin ich der Meinung, man sollte den Sport nicht überfordern.“ (Gunter A. Pilz, Konfliktforscher, 16.09.2004)