Football Against Racism in Europe

1999 gründeten Fangruppen und Initiativen das Netzwerk Football Against Racism in Europe (FARE). FARE organisiert mit Kick it out (KIO, England), Fairplay (Österreich), Progetto Ultra und Unione Italiana Sport per Tutti (Italien), Football Unites, Racism Divides (FURD, England), Never Again (Polen), Ludia Proti Rasizmu (Slowakei), der European Gay & Lesbian Sport Association (EGLSF), Dem Ball ist egal, wer ihn tritt (Gelsenkirchen) und der Projektgruppe Flutlicht (Berlin) jährliche Aktionsprogramme gegen Diskriminierung im Fußball.
Die Stärke sind die unterschiedlichen Arbeitsweisen, sie reichen von antirassistischer Dokumentation bis zu pädagogischen Mitteln. Während Progetto Ultra z.B. die jährliche Fan-WM Antirazzisti Mondiali organisiert, koordiniert Kick it out eine landesweite Kampagne für den englischen Fußballverband. Das Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) tourte zwischen 2001 und 2005 mit der Ausstellung Tatort Stadion und beeinflusste dadurch langfristig die mediale und institutionelle Wahrnehmung von Rassismus in Deutschland. Auch Ballarbeit von Flutlicht gehört zur FARE-Kampagne. Jährlich im Oktober findet die FARE-Aktionswoche gegen Diskriminierung statt, die 2005 mehr als 1000 Aktionen aus 35 Ländern umfasste. Jede interessierte migrantische oder Fangruppe kann mitmachen und hat die Chance finanziell unterstützt zu werden. 2001 überreichte die UEFA FARE den UEFA Charity Cheque und der Preis Free your Mind des TV-Senders MTV folgte.
Seitdem ist FARE stetiger UEFA-Partner und hat z.B. die UEFA-Konferenzen Unite Against Racism 2003 und 2006 mitorganisiert, einen europaweiten 10-Punkte-Plan gegen Rassismus angeschoben und Projekte einzelner UEFA-Mitglieder begutachtet. Nach einem Antirassismus-Programm bei der Euro 2004 in Portugal arbeitet FARE auch bei der WM 2006 in Deutschland. In der Zukunft will FARE insbesondere auf die Schwierig-keiten von Migranten im Fußball aufmerksam machen und diesbezügliche Projekte fördern. Der Kampf gegen Lesben- und Schwulenfeindlichkeit wird stabilisiert. Besonders in Osteuropa sollen Projekte gegen Neonazismus und Antisemitismus aufgebaut und bestärkt werden.







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