Prävention oder Spielabbruch

Dass Rassismus und Diskriminierung im niederländischen Fußball existent sind, zeigte nicht zuletzt die erste Schiedsrichter-Unterbrechung eines Spieles im Herbst 2005, bei der Partie ADO Den Haag - PSV Eindhoven.
Ansonsten sind Rechtsradikale Fußballfans zwar in den Stadien präsent, aber weitestgehend ruhig. Vielleicht ist das der Grund, warum es im niederländischen Fußball kaum deutliche Ansätze gibt, dem Rassismus nachhaltig vorzubeugen. Die Ausnahme war Zweitligist Helmond Sport, der während der Aktionswoche des Netzwerks Football Against Racism in Europe (FARE) in schwarz-weißen Trikots mit dem FARE-Logo auf dem Rücken spielte. „Nein zum Rassismus“ zeigte das Banner, das die Spieler vor Anpfiff trugen.
Rassismus und Diskriminierung drücken sich vor allem darin aus, wie respektvoll oder respektlos Migranten behandelt werden. In den Niederlanden existieren über 100 Fußballklubs mit migrantischem Ursprung. So hat der niederländische Fußballverband KNVB eine Kooperation namens Fußball ist mehr als zwei Tore mit allen Vereinen der ersten und zweiten Liga gestartet.
Jeder Klub soll lokale, interkulturelle Aktionen organisieren, die heraus stellen, dass Fußball für alle da ist, unabhängig von Hautfarbe, Religion, Geschlecht und sexueller Orientierung. In diesem Rahmen hat z. B. ADO Den Haag Asylsuchende zu einem Workshop mit den Spielern Geert van Ouden, Spira Grujic und Youssef El Akchaoui und einem Spielbesuch in die erste Liga eingeladen. Andere Vereine wie der FC Utrecht und NEC Nijmegen beteiligen sich am Projekt Der Held.
Spieler besuchen Schulen, um über Toleranz und Respekt, Gleichberechtigung und soziale Verant-wortung zu diskutieren. Spieler Mohamed Allach von VVV Venlo versucht mit der eigenen Stiftung Maroqui Stars, Vorurteilen entgegen zu wirken und öffent-liche Meinungen zu marokkanischen Einwanderern zu verbessern. Zu den Mitteln von Maroqui Stars zählen Schulbesuche sowie ein alljährliches Fußballspiel zwischen einer marokkanischen Auswahl und einem niederländischen Team, 2005 war es Sparta Rotterdam.







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