Salif Keïta

Keïta hatte nie in einem Verein gespielt, als er in das Nationalteam Malis berufen wurde. Und er wurde zum ersten „Besten Fußballer Afrikas“ gekürt.
Das war im Jahre 1970, als er bereits seit drei Jahren in Frankreich spielte. Bis 1972 gewann er mit St. Étienne dreimal die Meisterschaft, zweimal den Pokal und schoss sagenhafte 120 Tore in 149 Spielen.
Eine Bilderbuchgeschichte: Als er 1968 in Frankreich landete, vergaß man ihn abzuholen. Mit der Adresse auf einem zerknüllten Zettel ließ er sich von einem Taxi über 500 km zum Geoffroy-Guichard-Stadion fahren. Anfangs noch erzürnt über die hohe Taxirechnung, freute sich der Klub bald über den Publikumsliebling: Angelehnt an seinen Spitznamen nahm St. Étienne sogar den schwarzen Panther ins Wappen auf.
Nach einer Saison für Olympique Marseille musste er wechseln, weil er dem Wunsch des Vereins nicht folgen wollte, Franzose zu werden, um Platz für einen weiteren Ausländer zu machen. So spielte er von 1973-76 in Valencia und drei weitere Saisons für Sporting Lissabon. Er schloss ein Jurastudium ab, kehrte 1986 zurück nach Mali und setzte sich dort für den Jugendfußball ein. 2005 wurde Keïta zum Präsidenten des Fußball-verbandes von Mali gewählt.







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