Navina Omilade

Mit Sondergenehmigung spielte Navina Omilade sogar in der C-Jugend zum Teil noch bei den Jungen von Rot-Weiß Hochstein. “Bis dahin wusste ich gar nicht, dass es Frauenfußball überhaupt gibt”, sagte die Studentin der Sportwissenschaft im Oktober 2005. Omilade empfiehlt Mädchen so lange wie möglich im Jungenteam zu spielen und zusätzlich auch die Freizeit zu nutzen: „Man kann gemeinsam viel mehr lernen.“
So hat sich Omilade durchgesetzt, spielte mit 16 bereits für Brauweiler in der Bundesliga, gewann die Deutsche Meisterschaft, den DFB-und UEFA-Pokal, wurde zweimalige Europameisterin und sogar Weltmeisterin.
Diskriminierung hat die Spielerin von Turbine Potsdam am eigenen Leib nicht erlebt, kennt dies aber aus Erzählungen ihres Vaters. Auch in den Fankurven beim Männerfußball ist ihr die Problematik bereits aufgefallen. „Leider ist Rassismus weltweit noch immer ein Problem und man kann nicht genug dagegen tun. Ich jedenfalls setze mich gerne gegen Rassismus und für Toleranz ein.“ Sie will sich mehr engagieren: „Ich habe in letzter Zeit an einigen Veranstaltungen des Netzwerks Football Against Racism in Europe (FARE) teilgenommen. Dabei ging es z. B. um Vorurteile, mit denen Frauen aus anderen Ländern, mit anderer Hautfarbe oder anderer Religion im Fußball konfrontiert sind.“
Sie räumt ein, dass ihre guten Leistungen es ihr da vielleicht einfacher gemacht haben. Aber Omilade hat nicht vergessen, dass Frau und Einwandererkind zugleich sein oft nicht einfach ist. Nach einer FARE-Veranstaltung lud sie das unterklassige Mädchenteam von Türkiyemspor Berlin gleich zu einem Austausch und Besuch bei Turbine Potsdam ein.







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